Nagelpflege – die besten Tipps für schöne Fingernägel

Nagelpflege – die besten Tipps für schöne Fingernägel
Mit einfachen Tricks klappt die richtige Pflege der Nägel auch zu Hause. (Quelle: Marion Müller - pixabay.com)
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Gepflegte, saubere Hände und Fingernägel gelten als Schönheitsideal.

Eine richtig durchgeführte Nagelpflege schützt zudem vor Infektionen wie Nagelpilz oder einer Entzündung am Nagelbett.

Wie sieht die richtige Nagelpflege aus?

Was für eine Ausstattung benötigt man und welche Produkte sind am besten geeignet?

Diese Fragen möchte ich Euch gerne in diesem Beitrag beantworten.

Inhaltsverzeichnis

Nagelschere, Nagelfeile oder Nagelknipser: Was ist wann geeignet?

Welches der Utensilien zum Nägelkürzen verwendet werden sollte, hängt von der Beschaffenheit der Nägel ab.

Die Nagelfeile ist optimal zum Kürzen der Fingernägel. Die Feile sollte am besten aus Glas sein, damit sie die Nägel schonend kürzt.

Auch geeignet sind Nagelfeilen aus weichem Sandpapier.

Nagelfeilen aus Metall sollten vermieden werden, da sie die Nagelstruktur angreifen und es somit leichter zu Rissen und Absplitterungen im Nagel kommen kann.

Nagelschere auf beigem Hintergrund.
Nagelscheren eignen sich zum Kürzen der Fußnägel (Quelle: Hans Braxmeier - pixabay.com)

Nagelscheren können bei dünnen bis mitteldicken Fußnägeln verwendet werden.

Wer sehr stabile Fingernägel hat, kann diese auch vorsichtig mit einer Schere kürzen.

Nach dem Schneiden sollten die Nägel trotzdem noch mit einer Nagelfeile versiegelt werden.

Der Nagelknipser kommt bei starken, sehr robusten Nägeln, wie sie vor allem an den Füßen vorkommen, zum Einsatz.

Wenn die Nagelschere nicht mehr hilft, kann der Nagelknipser den Nagel durch seine Hebelkraft leicht abschneiden.

Wichtig ist, vorsichtig damit umzugehen.

Die Haut am Nagel sollte auf keinen Fall verletzt werden, da diese kleine Wunde eine ideale Brutstätte für Erreger wie z.B. Nagelpilz darstellt!

Nagelknipser mit Smilie
Nagelknipser sollten nur bei sehr robusten, festen Nägeln verwendet werden. (Quelle: Emilian Roberto Vicol - pixabay.com)

Weiterhin können Verletzungen zu Entzündungen am Nagelbett führen und sollten so gut es geht vermieden werden.

Verletzungen an der Nagelhaut können Erregern von Nagelpilz oder anderen Bakterien eine Eintrittspforte bieten!

Die spitzen Ecken sollten nach dem Knipsen mit einer Feile abgerundet werden, sodass sie nicht die eigene Haut verletzen.

Weiteres Equipment für die Nagelpflege

Wenn die Nägel richtig gekürzt wurden, kann die Maniküre mit einem Nagelhautschieber fortgesetzt werden.

Der Schieber sollte bevorzugt aus Rosenholz sein und die Nagelhaut sollte sehr vorsichtig und sanft zurückgeschoben werden.

Man sollte die Nagelhaut niemals abschneiden! Durch das Schneiden der Haut kommt es zu einem übermäßigen Nachwachsen und man begibt sich so in einen Teufelskreis.

Außerdem kann die Nagelhaut verletzt werden und das erhöht das Infektionsrisiko.

Alternativ kann ein Nagelhautentferner eingesetzt werden.

Nachdem die Nagelhaut zurückgeschoben wurde, sollte eine Nagelcreme oder ein Nagelöl angewendet werden. Diese Pflege hält die Haut geschmeidig und schützt gut vor Rissen und Wunden.

Maniküre, eine Frau lackiert sich die Nägel rot
Wichtig vor einem kosmetischen, farbigen Lack ist ein schützender Unterlack. (Quelle: ivabalk - pixabay.com)

Wer möchte, kann seine Nägel anschließend farbig lackieren.

Hierbei ist wichtig, vor einem kosmetischen Nagellack einen nagelschonenden Unterlack zu verwenden, damit die Nagelsubstanz nicht angegriffen wird.

Daneben hilft ein Unterlack vor Verfärbungen des Nagels und wirkt außerdem pflegend.

Tipps für die Nagelpflege von zu Hause aus

1. Nägel vorbereiten: alten Nagellack entfernen

2. Nagelhaut sanft zurückschieben und ggf. mit einem Nagelhautentferner vorsichtig entfernen (keinesfalls abschneiden)

3. Nagelhaut pflegen

4. Nägel richtig feilen (besser als schneiden)

5. Nägel lackieren (wenn gewollt)

Im ersten Schritt der Maniküre von zu Hause aus sollte der vorhandene Nagellack von den Nägeln entfernt werden.

Dazu ist es wichtig, einen hochwertigen Nagellackentferner zu verwenden.

Es gibt die Diskussion, dass ein acetonfreier Nagellackentferner besser für die Nägel ist als ein acetonhaltiger.

Das Ergebnis ist, dass beide Entferner nicht gut oder förderlich für Nägel und Nagelhaut sind und deshalb so selten wie möglich verwendet werden sollten.

Wer also seine Nägel regelmäßig lackiert, sollte ab und zu eine Lackierpause einlegen, um die eigenen Nägel zu schonen.

Nach dem Entfernen des farbigen Lacks wird die Nagelhaut vorbereitet.

Dazu kann ein kurzes Handbad in warmem Seifenwasser gemacht werden.

Frau entfernt ihren roten Nagellack mit Nagellackentferner
Nagellackentferner sind mit und ohne Aceton nicht förderlich und trocknen die Nägel aus. (Quelle: ivabalk - pixabay.com)

Danach lässt sich die Nagelhaut am besten vorsichtig mit einem Rosenholzstäbchen zurückschieben. Sie sollte aber keinesfalls abgeschnitten werden.

Wer möchte, kann die überschüssige Nagelhaut mittels Nagelhautentferner entfernen.

nagelhautentferner

Danach wird zur Pflege der Nagelhaut ein Nagelöl oder eine Nagelcreme aufgetragen, z.B. das Artdeco Intensive Nail Treatment Pflegeöl mit Vitaminen.

Artdeco Intensive Nail Treatment Pflegeöl mit Vitaminen

Anschließend sollten die Nägel richtig gekürzt werden.

Dafür feilt man die Fingernägel im besten Fall mit einer Glasnagelfeile oder einer Nagelfeile aus Sandpapier. Das schont den Nagel und schützt vor Rissen. Diese Glasnagelfeilen sind sehr gut geeignet:

Nagelfeilen

Wer sehr harte, robuste Nägel hat, kann sie auch vorsichtig mit einer Nagelschere schneiden und anschließend mit einer Glasnagelfeile versiegeln.

Anschließend können die Fingernägel lackiert werden. Hierbei ist wichtig, zuerst einen Base Coat (Unterlack) aufzutragen, bevor ein farbiger Nagellack verwendet wird.

Dadurch werden die Nägel geschützt und gleichzeitig gepflegt.

Ich empfehle Euch diesen Unterlack: Essie Base Coat strong start.

Essie Base Coat strong start mit Biotin

Scholl Velvet Smooth elektronisches Nagelpflegesystem

Dieses elektrische Produkt ist sehr gut! Es feilt, glättet und poliert den Nagel, ist zeitsparend und leicht anzuwenden.

Scholl Velvet smooth Nagelpflege

Das Set ist für die Maniküren und Pediküre geeignet und das enthaltene Nagelpflegeöl versorgt die Nägel mit wertvollen Nährstoffen. So wird die Gesundheit der Nägel gefördert.

Anwendung:

1. Feilen und Formen der Nägel mit dem passenden Aufsatz.

2. Glätten der Oberfläche, falls Unebenheiten vorhanden sind.

3. Polieren der Oberfläche, bis der gewünschte Glanz erreicht wird.

4. Nagelpflegeöl auftragen.

Am wichtigsten beim Feilen ist der passende Feilaufsatz und die richtige Geschwindigkeit.

Bei empfindlichen Nägeln eignet sich die niedrigere Geschwindigkeit, da der Nagel so schonender behandelt wird.

Das Glätten der Oberfläche sollte maximal für 15 Sekunden und nicht öfter als einmal in zwei Wochen durchgeführt werden, um den Nagel nicht zu sehr zu belasten.

Dieser Schritt ist nur notwendig, wenn der Nagel Unebenheiten aufweist.

Danach kann der Nagel mit dem Polieraufsatz poliert werden.

Wer das Nagelpflegeöl nach der Behandlung regelmäßig anwendet, erhält gesunde Nägel und pflegt die Nagelhaut zusätzlich.

Das Öl enthält einen Komplex aus 7 verschiedenen Ölen, die den Nagel mit Feuchtigkeit versorgen.

Ernährung und Gesundheit spielen eine große Rolle

Gemüsekorb, richtige Ernährung fördert gesundes Nagelwachstum
Die richtige Ernährung unterstützt ein gesundes Nagelwachstum. (Quelle: congerdesign - pixabay.com)

Damit die Nägel gesund und stark wachsen können, spielt die richtige Ernährung eine wesentliche Rolle.

Vor allem sind Eisen, Magnesium und Calcium wichtig für ein gesundes Nagelwachstum. Auch die Vitamine A, B1, B9, B12, C und H helfen den Nägeln.

Wer frische, vitaminreichen Kost isst, gibt seinem Körper automatisch die nötigen Vitamine und Mineralstoffe. Das stärkt auch die allgemeine Gesundheit.

So sind sie weniger brüchig und halten auch im Alltag Widerständen stand.

Hausmittel für die richtige Nagelpflege

Hausmittel sind sehr beliebt und werden gerne als erste Wahl bei der Nagelpflege eingesetzt. Meist hat man sie schon zu Hause vorrätig und kann eine Behandlung schnell durchführen.

Für die richtige Nagelpflege kommen verschiedene Hausmittel infrage:

Zitronensaft

Ein Zitronenbad kann helfen, Nägel und Nagelhaut zu stärken und so vor brüchigen Nägeln und eingerissener Nagelhaut zu schützen.

Außerdem soll Zitronensaft dabei helfen, Verfärbungen der Nägel zu lösen.

Olivenöl

Olivenöl ist nicht nur im Essen gesund. Das Öl kann in die Nägel und Nagelhaut einmassiert werden und hält sie so geschmeidig.

Tipp: Die Behandlung vor dem Schlafengehen durchführen und danach Baumwollhandschuhe überziehen. Das verstärkt den pflegenden Effekt.

Honig und Mandeln

Honig, der über einen Löffel in eine Schale fließt
Honig und Mandeln ergeben ein gutes Peeling für die Finger. (Quelle: Steve Buissinne - pixabay.com)

Mit Honig und gemahlenen Mandeln kann ein sanftes Peeling für die Finger zusammengemischt werden.

Dafür wird ein TL Honig mit einem TL gemahlenen Mandeln gemischt und mit kreisenden Bewegungen in die Nagelhaut einmassiert.

Rizinusöl

Das natürliche Öl wirkt feuchtigkeitsspendend und verleiht den Nägeln Elastizität. So werden Brüche verhindert und der Nagel gleichzeitig gepflegt.

Das enthaltene Vitamin E unterstützt außerdem das Nagelwachstum.

Für die Anwendung wird das Öl mithilfe eines Wattepads oder Wattestäbchens auf die Nägel aufgetragen und einmassiert.

Anschließend sollte das Rizinusöl ca. 20 Minuten einwirken. Danach kann das Öl mit einem Kosmetiktuch abgewischt werden. (bitte nicht abwaschen)

Edel Naturwaren Propolis Nagelpflege

Die Propolis Nagelpflege von Edel Naturwaren verspricht einen natürlichen Schutz der Nägel. Propolis wirkt wachstumsfördernd und schützt zusätzlich vor Nagelpilz!

Bei Bedarf sollten die Nägel erst einmal täglich, später 2-3x wöchentlich eingepinselt werden.

propolis nagelpflege

Autorin: Apothekerin Melissa Sörgel
Autorin: Apothekerin Melissa Sörgel

Mein Name ist Melissa und ich bin seit 2016 approbierte Apothekerin.

Ich habe von 2011-2015 Pharmazie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen/Nürnberg studiert.

Danach habe ich mehrere Jahre in Apotheken gearbeitet und tausende Kunden beraten.

Meine Erfahrungen möchte ich gerne mit Euch teilen.

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