Was ist Fußpilz?

Arzt hält ein Schild mit Diagnose Fusspilz.
Diagnose Fußpilz! (Quelle: Coloures-Pic – stock.adobe.com)

Zuletzt aktualisiert: 07. August 2020

Fußpilz ist die häufigste Hauterkrankung in Deutschland. Circa 10 Millionen Menschen leiden an Tinea Pedis. Die Krankheit kann relativ leicht behandelt werden, insofern sie rechtzeitig erkannt wird.

Die Behandlungsdauer beträgt lediglich vier bis sechs Wochen. Bleibt die Infektion allerdings unerkannt, können sich die Pilze bis auf die Nägel ausbreiten und Nagelpilz verursachen. Nachdem die Therapie von Nagelpilz deutlich langwieriger ist, sollte man es gar nicht erst soweit kommen lassen.

Inhaltsverzeichnis

Aus diesem Grund sind auf dieser Seite alle Informationen zu Fußpilz zu finden. Wie entsteht Tinea Pedis? Wie erfolgt die Ansteckung? An welchen Symptomen erkennt man Fußpilz und wie lässt er sich behandeln? Zusätzlich gibt es ein paar Maßnahmen, mit denen man einer Fußpilzinfektion vorbeugen kann.

Wie entsteht Fußpilz?

Auslöser der Pilzinfektion an den Füßen ist in der Regel eine Infektion mit Dermatophyten (Fadenpilze). In selteneren Fällen sind Hefepilze oder auch Schimmelpilze für die Entstehung von Tinea Pedis verantwortlich.

Pilze benötigen für ihr Wachstum eine warme und feuchte Umgebung. An den Füßen ist dies in vielen Fällen gegeben, da die meisten Menschen den Großteil des Tages Socken und Schuhe tragen. Dies ist der Grund dafür, dass sich die Fadenpilze am Fuß sehr wohl fühlen und leicht verbreiten können.

Die Übertragung der Krankheit erfolgt ähnlich wie bei Nagelpilz entweder über eine direkte Infektion an einer infizierten Person oder über eine Schmierinfektion. Bei der Schmierinfektion kommt es durch den Kontakt mit infizierten Hautpartikeln, z.B. am Fußboden oder in Schuhen zur Übertragung des Krankheitserregers.

Gewisse Personengruppen sind einem größeren Ansteckungsrisiko ausgesetzt. Dazu zählen zum Beispiel Leute mit Durchblutungsstörungen, Raucher oder Diabetiker.

Wie kann man Fußpilz erkennen?

Fußpilz kann durch verschiedene Symptome erkannt werden. Oftmals ist es allerdings nicht so einfach, die Anzeichen einer Pilzinfektion von trockener Haut zu unterscheiden.

Füßen jucken und kratzen sich gegenseitig
Fußpilz ist eine unangenehme Hautkrankheit, die sich häufig durch einen Juckreiz bemerkbar macht! (Quelle: maska82 – stock.adobe.com)

Häufig ist der Fußpilz zwischen den Zehen zu finden, in den Zehenzwischenräumen bildet sich gerne ein juckender Hautausschlag. Teilweise schält sich die Haut dort auch. Im Fußgewölbe können ebenfalls juckende Bläschen entstehen.

Eine andere Form von Fußpilz ist der Mokassin Typ, der sich durch Schuppenbildung und eine Entzündung in Form eines Mokassins an den Fußsohlen zeigt. Ein weiteres Symptom ist eine schuppige, trockene und eingerissene Haut an den Fersen.

Auf dieser Seite findet ihr ausführliche Informationen wie man Fußpilz erkennen kann, außerdem sind dort Bilder der Erkrankung eingefügt.

Wie kann man Fußpilz behandeln?

Im Anfangsstadium der Erkrankung empfiehlt sich eine Therapie mit äußerlich anzuwendenden Mitteln. In der Apotheke findet man eine Vielzahl an freiverkäuflichen Medikamenten gegen Tinea Pedis.

Oftmals wurde ich gefragt: „Welches Mittel wirkt am besten gegen Fußpilz?“ Die Frage ist nicht so einfach zu beantworten, da es darauf ankommt, um welche Art von Fußpilz es sich handelt.

Es existieren viele Antimykotika (=pilzabtötende Medikamente) in verschiedenen Formen: Creme, Spray, Salbe, Lösung, Gel und Puder. Der Einsatz der jeweiligen Darreichungsform hängt von den Symptomen ab.

Bei einem Fußpilz mit nässenden Hautstellen bieten sich sowohl Sprays als auch Lösungen an. Zeigt sich die Pilzinfektion an den Füßen durch trockene Haut ist die Creme die beste Variante. Tritt der Fußpilz in Kombination mit starkem Fußschweiß auf, empfehle ich Gels. Die Puder können unterstützend zu anderen Behandlungsformen angewendet werden.

“Zur Behandlung von Fußpilz in den Zehenzwischenräumen empfehle ich Euch die Lamisil Once Lösung!

Lamisil once gegen Fußpilz ist ein sehr wirksames Produkt.Die einfache, schnelle und komfortable Einmal-Anwendung ist sehr verbraucherfreundlich und trotzdem voll wirksam.

Der Wirkstoff dringt bis zu 4 Tage lang in die tieferen Hautschichten der Füße ein. Durch diesen Depoteffekt reichert sich der Wirkstoff Terbinafin besonders an. Die Wirkung hält bis zu 13 Tage an und kämpft so gegen den Erreger.”

Apothekerin Melissa mit schwarzem Blazer und weißem Hintergrund.

Melissa, Apothekerin

Die Fußpilz Behandlung ist bei konsequenter Anwendung in der Regel nach vier bis sechs Wochen abgeschlossen. Wenn es sich um schweren Fußpilz handelt kann der Arzt auch Tabletten verschreiben. Die Tabletten bekämpfen den Pilz von innen.

Weitere Informationen, detaillierte Produktempfehlungen und Hausmittel sind auf der Seite Fußpilz behandeln aufgeführt.

Fußpilz in der Schwangerschaft – Das muss beachtet werden!

In der Schwangerschaft ist das Risiko einer Fußpilzinfektion aufgrund der hormonellen Veränderungen des Körpers erhöht. Weitere Faktoren, die eine Infektion begünstigen sind die erhöhte Schweißproduktion in der Schwangerschaft und die oftmals geschwollenen Füße.

Fußpilz ist während einer Schwangerschaft und der Stillzeit nicht gefährlicher als sonst, allerdings gibt es bei der Behandlung einiges zu beachten. Die Therapie sollte auf keinen Fall ohne Rücksprache mit einem Arzt begonnen werden.

Ich habe Euch die wichtigsten Informationen zu Fußpilz in der Schwangerschaft
zusammengefasst.

Mit diesen Tipps kann man Fußpilz vorbeugen!

Am einfachsten vorbeugen kann man, indem man einer Ansteckung an öffentlichen Orten, an denen barfuß gelaufen wird, aus dem Weg geht. Nachdem im Schwimmbad oder auch in Umkleidekabinen vom Fitnessstudio täglich hunderte Menschen barfuß laufen, ist das Risiko einer Übertragung dort besonders hoch.

Barfuß laufen hilft gegen Fußschweiß
Vorsicht beim Barfußlaufen an öffentlichen Orten, dort lauert der Erreger von Fußpilz besonders gerne. (Quelle: pexels - pixabay.com)

Ist jemand in der Familie von Fußpilz betroffen, sollte darauf geachtet werden, kein weiteres Familienmitglied anzustecken. Der Infizierte darf sein Handtuch und sein Nagelset nicht mit anderen Personen teilen. Auch auf Teppichen ist Vorsicht geboten und am besten sollten alle in der Familie Hausschuhe tragen.

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Melissa
Melissa

Melissa ist eine approbierte Apothekerin. Ihre praktische Erfahrung nutzt sie um Euch hier weiterzuhelfen.