Hautpilz: Bilder und Symptome

Frau kratzt sich am Arm.
Juckreiz ist ein häufiges Symptom bei Hautpilz. (Quelle: Orawan Pattarawimonchai - shutterstock.com)

Zuletzt aktualisiert: 14. November 2020

Hautpilz ist in seiner Ausprägung sehr verschieden. Die Symptome werden von dem Pilz bestimmt, der die Infektion verursacht.

Hautpilz kann am ganzen Körper vorkommen, sowohl äußerlich als auch innerlich an den Organen.

Inhaltsverzeichnis

Es gibt drei verschiedene Erreger, die für die meisten Arten der Pilzinfektion der Haut verantwortlich sind:

Schaubild der verschiedene Arten von Hautpilz
Die meisten Arten von Hautpilz werden entweder von Dermatophyten, Malassezia furfur oder Candida albicans ausgelöst.

Tinea (ausgelöst von Dermatophyten)

Im Folgenden werden die verschiedenen Arten der Tinea-Erkrankung aufgeführt. Zusätzlich findet Ihr Bilder der Erkrankungen.

Fußpilz (Tinea pedis)

Häufig ist der Fußpilz zwischen den Zehen zu finden, in den Zehenzwischenräumen bildet sich gerne ein juckender Hautausschlag.

Teilweise schält sich die Haut dort auch. Im Fußgewölbe können ebenfalls juckende Bläschen entstehen.

Hier findet Ihr weitere Informationen zu Fußpilz.

Fußpilz ist die häufigste Art von Hautpilz.
Tinea pedis ist die häufigste Pilzerkrankung der Haut. (Quelle: chaipanya - shutterstock.com)

Kopfpilz (Tinea capitis)

Die häufigste Dermatophytose im Kindesalter. Ursachen und Symptome, die auftreten können, sind sehr vielseitig. Darum muss der Erreger unbedingt von einem Arzt bestimmt werden, dann kann die richtige Behandlung folgen.

Diese Trichomykose (Pilzbefall der Haare) durch Fadenpilze breitet sich entlang der Haarwurzel bis in die Kopfhaut aus und führt zu abgebrochenen Haaren.

Tinea capitis ist eine häufige Form des Hautpilzes
Tinea capitis ist eine häufige Form des Hautpilzes. (Quelle: Zay Nyi Nyi - shutterstock.com)

Hautpilz im Gesicht (Tinea faciei)

Scheibenartige, entzündete Bereiche im Gesicht mit Schuppen, die jucken und nässen. Meistens sind Kindern zwischen 5 und 10 Jahren befallen. Oft in Begleitung von Tinea corporis (Ringelflechte).
Hautpilz im Gesicht eines Mannes
Tinea faciei befällt das Gesicht. (Quelle: iweevy - shutterstock.com)

Bartflechte (Tinea barbae)

Meist hochentzündliche Haut im Bartbereich, eventuell mit allgemeinem Krankheitsgefühl. Erreger werden oft durch Tiere auf den Menschen übertragen. Vor allem sind Landwirte, Tierärzte und Schlachthofarbeiter betroffen.

Ringelflechte (Tinea corporis)

Entzündliche Hautpilzinfektion auf flaumbehaarter Haut (auch im Gesicht). Scheibenartige, juckende Stellen und Schuppenbildung.

Kleine weiße Punkte auf Rpcken eines Mannes.
Der Rücken ist von Ringelflechte befallen. (Quelle: phichet chaiyabin - shutterstock.com)

Handpilz (Tinea manus)

Meist nur an einer Hand. Wenn die Infektion jedoch nicht behandelt wird, kann der Pilz auch auf die andere Hand übergehen. Charakteristisch sind juckende Bläschen auf der Handfläche und den Fingerseitenflächen.

Linke Hand ist von Handpilz befallen.
Handpilz an der Außenseite der linken Hand. (Quelle: Cristina Nakamura - shutterstock.com)

Leistenpilz (Tinea inguinalis)

Eine Variante der Tinea corporis, die vor allem Männer betrifft. Scharf begrenzte, schuppende, juckende, gerötete Haut, vor allem an der Oberschenkelinnenseite. Oft breitet sich der Pilz auch im Intimbereich bis zum Gesäß aus.

Unterschenkelpilz (Tinea cruris)

Chronische Infektion der Unterschenkel, mit bräunlichen, erbsengroßen Knötchen, die schuppen und jucken. Durch Rasieren der Beinhaare und eine vorbestehende Fußpilzerkrankung wird die Krankheit verschleppt und die Sporen können sich auf die Unterschenkel ausbreiten. Es sind vor allem Frauen betroffen.

Ich habe euch alles Wissenswerte zur Behandlung von Hautpilz auf einer Seite zusammengefasst!”

Apothekerin Melissa mit schwarzem Blaser und weißem Hintergrund.

Melissa, Apothekerin

Kleienpilzflechte: Bilder und Symptome

Man sieht den Rücken eines Menschens der von Kleienpilzflechte befallen ist.
Kleienpilzflechte am Rücken eines Mannes. (Quelle: shutting - shutterstock.com)

Die Kleienpilzflechte (med.: Pityriasis versicolor) kommt oft bei Menschen mit heller Haut vor und beginnt meistens fleckenartig am Nacken, sie ist harmlos und auch nicht ansteckend. Dieser Hautpilz tritt an der Brust, auf dem Rücken und den Armen auf. Es bilden sich kleine, runde, hellbraune Stellen, die leicht schuppen.

Für die Entstehung von Pityriasis versicolor ist der Hefepilz Malassezia furfur verantwortlich. Wenn die Haut durch die Sonne gebräunt wird, zeigen sich die helleren Flecken der Pilzinfektion noch intensiver, da sie selbst nicht dunkler werden.

Hohe Temperaturen und eine hohe Luftfeuchtigkeit fördern die Entwicklung der Kleienpilzflechte. Das ist auch der Grund dafür, dass bei unserem Klima diese Hautkrankheit deutlich weniger verbreitet ist als in Ländern mit tropischem Klima.

Zudem tritt die Erkrankung häufiger bei Menschen auf, die viel schwitzen oder ein geschwächtes Immunsystem haben.

Soor: Bilder und Symptome

Ein Befall mit dem Pilz Candida albicans betrifft die Haut oder Schleimhäute. Diese Art von Pilzbefall wird „Soor“ genannt.

Nachdem der Pilz im menschlichen Stuhl vorkommt, kann sich bei Säuglingen schnell ein Windelsoor ausbilden, wenn ungeeignete Windeln verwendet werden oder nicht regelmäßig gewickelt wird.

In der Windel ist es feucht und der Säureschutzmantel der Haut wird angegriffen. Dadurch können sich Pilze und Bakterien ideal in die angegriffene Haut einnisten

Belegte Zunge einer Frau, das ist ein Symptom von Mundsoor.
Mundsoor kommt häufig auf der Zunge vor. (Quelle: Sruilk - shutterstock.com)

Aber auch Mundpilz oder Scheidenpilz werden von der Candida-Art verursacht. Menschen mit einem geschwächten Immunsystem oder einer gestörten Darmflora sind besonders gefährdet an diesem Pilz zu erkranken.

Das typische Symptom dieser Infektionsart ist die Ausbildung eines weiß-gelblichen Belags. Dieser bildet sich auf der Zunge und lässt sich „abwischen“.

Wenn die Scheide betroffen ist, kommt es zu einem weißlichen Ausfluss und die Betroffene leidet an Juckreiz und einem Brennen.

Autorin: Apothekerin Melissa Sörgel
Autorin: Apothekerin Melissa Sörgel

Mein Name ist Melissa und ich bin seit 2016 approbierte Apothekerin.

Von 2011-2015 habe ich Pharmazie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen/Nürnberg studiert.

Danach habe ich mehrere Jahre in Apotheken gearbeitet und tausende Kunden beraten.

Meine Erfahrungen möchte ich gerne mit Euch teilen.

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Quellenverzeichnis:

1. Peter Mayser, Angriff auf Haare, Haut und Nägel, https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-062007/angriff-auf-haare-haut-und-naegel/

2. Fabian Geßner, Tinea barbae, https://flexikon.doccheck.com/de/Tinea_barbae

3. Prof. Dr. med. Peter Altmeyer, Tinea faciei, https://www.enzyklopaedie-dermatologie.de/dermatologie/tinea-faciei-3960

4. Prof. Dr. med. Peter Altmeyer, Tinea, https://www.enzyklopaedie-dermatologie.de/dermatologie/tinea-ubersicht-3950