Fußpilz in der Schwangerschaft: Darauf muss geachtet werden!

Schwangere Frau hält ihren Bauch symbolisch für Pilzinfektionen Schwangerschaft
Fußpilz kann auch in der Schwangerschaft auftreten. (Quelle: Free-Photos - pixabay.com)

Zuletzt aktualisiert: 01. Oktober 2021

Wie wird Fußpilz in der Schwangerschaft behandelt?

Worauf muss man achten?

Hautstellen an den Füßen oder zwischen den Zehen, die sich schälen, kann ein Anzeichen von Fußpilz sein. Die ansteckende Infektion kann jeden treffen, auch schwangere Frauen.

Damit sollte nicht leichtfertig umgegangen werden. Der Erreger kann sich über die Füße bis zu den Nägeln ausbreiten und Nagelpilz verursachen.

Wenn Fußpilz in der Schwangerschaft entdeckt wird, gilt es bei der Behandlung einiges zu beachten.

Im Folgenden erkläre ich Euch, auf was man bei Fußpilz bei schwangeren und stillenden Frauen achten muss.

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Die bereitgestellten Informationen ersetzen nicht die professionelle Beratung und Behandlung durch einen Arzt und dürfen nicht zur eigenen Diagnose verwendet werden.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Inhaltsverzeichnis

Welche Medikamente dürfen in der Schwangerschaft und Stillzeit eingesetzt werden?

Im Folgenden habe ich Euch eine Tabelle mit den wichtigsten Informationen zu verschiedenen Arzneimitteln während Schwangerschaft und Stillzeit zusammengestellt.

Fußpilz in Schwangerschaft und Stillzeit ist kein Fall für die Selbstmedikation. Es sollte immer ein Arzt konsultiert werden.

Der jeweilige Wirkstoff der Präparate steht in Klammern:

Die genannten Medikamente sind alle zur äußerlichen Behandlung bestimmt. Wenn die Infektion stärker ist und die Wirkung einer lokalen Therapie nicht ausreicht, kann der Arzt auch Tabletten zum Einnehmen verschreiben.

Da eine innerliche Behandlung der Pilze in der Schwangerschaft aber möglichst vermieden werden soll, ist es wichtig, sofort einen Arzt aufzusuchen, sobald man Hautveränderungen an den Füßen bemerkt.

Bei verschreibungspflichtigen Medikamenten zur Einnahme ist noch größere Vorsicht geboten, als bei den äußerlich anzuwendenden Präparaten.

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Stillzeit: Kann angewendet werden (außer im Brustbereich)

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Ursachen, Symptome und Risikofaktoren von Fußpilz bei schwangeren Frauen

Fußpilz (med.: Tinea pedis) wird hauptsächlich von Dermatophyten (Fadenpilzen) ausgelöst und der Erreger breitet sich auf der Hautoberfläche aus.

Charakteristische Symptome für die Infektion sind sich schuppende Haut, vor allem in den Zehenzwischenräumen, und ein Juckreiz. Die betroffene Stelle kann sich auch röten und nässen.

An den Fußsohlen zeigt sich die Erkrankung eher trocken, als wäre es trockene Hornhaut. Daher wird Fußpilz oft zu spät erkannt und mit einer Behandlung nicht rechtzeitig begonnen.

Die Ansteckung erfolgt an öffentlichen Orten, an denen man meist ohne Schuhe läuft (zum Beispiel Hotelzimmer, Sauna, Schwimmbad, Sporthalle).

Eine weitere große Infektionsquelle ist der eigene Haushalt. Wenn zum Beispiel eine Person der Familie an Fußpilz erkrankt ist, kann er den Erreger durch verlorene, infizierte Hautschuppen an Familienmitglieder weitergeben.

Besonders in der Schwangerschaft ist man einem höheren Risiko einer Ansteckung ausgesetzt, da es bei den Frauen zu hormonellen Veränderungen im Körper kommt. Außerdem steigt die Blutproduktion und das Immunsystem verändert sich.

Weitere Risikofaktoren, die durch die Schwangerschaft hervorgerufen werden:

Aufzählungszeichen

Starkes Schwitzen: Pilze mögen eine feuchte, warme Umgebung, um wachsen zu können.

Aufzählungszeichen

Geschwollene, heiße Füße: Warmes Klima, ebenfalls ideal für den Fußpilzerreger.

Aufzählungszeichen

Eingeschränkte Beweglichkeit durch den Bauchumfang: Füße und Zehen können nicht mehr gründlich gewaschen und vor allem nach einem Bad nicht genügend abgetrocknet werden. Das schafft wiederum ein feuchtes Milieu für den Pilz.

Ist Fußpilz in der Schwangerschaft gefährlich?

An sich ist der Pilz nicht gefährlich für das Kind und beeinträchtigt auch die Schwangerschaft nicht.

Der Pilzerreger sollte trotzdem nicht ignoriert werden, da er sich auf weitere Teile des Körpers ausbreiten kann.

Daher ist bei einem Pilzbefall der Füße während der Schwangerschaft in jedem Fall ein Arzt aufzusuchen, der die passende Therapie auswählt.

Auch während der Stillzeit sollte der Mediziner die Behandlungsart festlegen.

Stethoskop als Symbol für einen Arzttermin bei Fußpilz in der Schwangerschaft
Bei einer Fußpilzinfektion während der Schwangerschaft muss ein Arzt kontaktiert werden. (Quelle: Myriams-Fotos - pixabay.com)

Fußpilz in der Schwangerschaft und Stillzeit behandeln

Wenn in der Schwangerschaft oder Stillzeit Fußpilz auftritt, sollte ein Arzt oder Apotheker kontaktiert werden. Eine Selbstmedikation ist in diesem Fall nicht empfehlenswert. Fußpilz ist keine Gefahr für das Kind!

Fußpilz heilt nicht von selbst und muss in jedem Fall korrekt behandelt werden.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Infektion zu therapieren. Der Fokus liegt dabei auf der Beseitigung der Entzündung und dem Abtöten des Erregers.

Es reicht meistens nicht, nur die Füße zu behandeln. Kleidungsstücke wie Socken oder Handtücher müssen richtig gereinigt und Böden und Schuhe desinfiziert werden.

Die unterschiedlichen Darreichungsformen reichen von Cremes und Salben, die bei trockener und schuppiger Haut der Füße eingesetzt werden, über Puder und Lösungen, die bei nässenden Stellen gewählt werden, bis zu Sprays oder Gelen.

Gele eignen sich besonders bei starkem Juckreiz und Brennen, da sie eine kühlende Wirkung haben.2

Einen Vergleich der verschiedenen Präparate mit Anwendungshinweisen findet Ihr auf der Seite zur Fußpilzbehandlung.

Die Fußpilzbehandlung in der Schwangerschaft sollte immer unter Anleitung des Arztes erfolgen.

Bei den meisten Medikamenten findet man in der Packungsbeilage den Hinweis, dass es für Schwangere und stillende Frauen nur unzureichende Studienergebnisse bei einer Behandlung gibt.

Deshalb soll eine Therapie mit dem bestimmten Präparat nur nach Nutzen-Risiko-Bewertung unter Anleitung eines Arztes erfolgen.

Wer an der Infektion Fußpilz in der Schwangerschaft erkrankt, sollte den behandelnden Arzt um Rat fragen, welches Mittel das geeignetste ist. Normalerweise ist Fußpilz eine Erkrankung der Füße, die unter bestimmten Umständen in Selbstmedikation therapiert werden kann.

Wer schwanger ist, sollte die Infektion aber grundsätzlich nicht auf eigene Faust behandeln.

Nicht nur bei Fußpilz, auch bei allen anderen Erkrankungen, bei denen Arzneimittel nötig sind, ist in der Schwangerschaft oder Stillzeit besondere Vorsicht geboten und es sollte immer der Arzt hinzugezogen werden.

Im Fall von Fußpilz kann in der Regel der Hautarzt weiterhelfen. Bei weiteren Fragen können auch die Hebamme oder der Frauenarzt kontaktiert werden.

Autorin: Melissa Sörgel
Autorin: Melissa Sörgel

Mein Name ist Melissa und ich bin seit 2016 approbierte Apothekerin.

Von 2011-2015 habe ich Pharmazie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen/Nürnberg studiert.

Danach habe ich mehrere Jahre in Apotheken gearbeitet und tausende Kunden beraten.

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Quellenverzeichnis: 

1. Embryotox, Clotrimazol, https://www.embryotox.de/arzneimittel/details/clotrimazol/

2. Mayo Clinic staff, Athletes’ foot, https://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/athletes-foot/diagnosis-treatment/drc-20353847

3. Arzneimittelinformationen für Deutschland, https://www.fachinfo.de/


Pflichtangaben:

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Wirkstoff: Clotrimazol
Anwendungsgebiete: Zur Behandlung von Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut und Schleimhaut, verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere, wie Malassezia furfur, sowie Hautinfektionen durch Corynebacterium minutissimum.
Warnhinweis: Enthält Cetylstearylalkohol.