Stachelwarze – wie kann man sie entfernen?

Drei verschiedene Kakteen mit Stacheln als Symbol für Stachelwarzen (verrucae vulgares)
Stachelwarzen (vulgäre Warzen) sind lästig, aber behandelbar. (Quelle: Susanne Jutzeler, suju-foto - pixabay.com)

Zuletzt aktualisiert: 02. Dezember 2020

Die Stachelwarze (gewöhnliche Warze, vulgäre Warze) wird medizinisch auch Verruca vulgaris genannt.

Sie gehört zu den Warzen, die am häufigsten vorkommt und wird, wie die meisten anderen Arten, von Humanen Papillomaviren ausgelöst.

Wie bekommt man Stachelwarzen?

Sind sie gefährlich?

Kann man Stachelwarzen behandeln?

Das alles erkläre ich Euch in diesem Artikel!

Inhaltsverzeichnis

Ursachen und Risikofaktoren von Stachelwarzen

Die Stachelwarze wird durch Viren, die sogenannten Humanen Papillomaviren (HPV) ausgelöst.

Im Alltag wird das Virus leicht barfuß an öffentlichen Orten durch eine Schmierinfektion übertragen.

Wenn man beispielsweise im Schwimmbad oder in der Umkleidekabine
barfuß läuft, kann man sich an infizierten Hautschuppen am Boden
anstecken.

Wer dann auch noch leichte Verletzungen im Fußbereich durch rissige Haut oder falsche Nagelpflege hat, bietet dem Virus den idealen Ort zum Eindringen.

Es besteht nicht nur das Risiko, sich mit einer Viruswarze zu infizieren, sondern auch an Fußpilz oder Nagelpilz zu erkranken.

Darum sollte man an öffentlichen Orten immer Badeschuhe oder Socken tragen.

Händeschütteln. Auch hier können gewöhnliche Warzen übertragen werden.
Beim Händeschütteln können die Warzenviren von einer Hand auf die andere übergehen. (Quelle: Shutterbug75 - pixabay.com)

Auch beim Händeschütteln können die Viren durch eine bestehende Handwarze auf die Hand des anderen übergehen. Das nennt sich dann direkte Kontaktinfektion.

Bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem hat das Warzenvirus ebenfalls ein leichtes Spiel.

Bei Kindern kommen gewöhnliche Warzen deutlich häufiger vor, als bei Erwachsenen, da ihre Immunabwehr noch nicht richtig ausgebildet ist.

Wenn eine Person aus dem eigenen Haushalt an vulgären Warzen erkrankt ist, kann diese leicht durch gemeinsam genutzte Handtücher, Kleidung oder über den Fußboden des eigenen Badezimmers übertragen werden.

Hier ist unbedingt Vorsicht geboten.

Ein weiterer Risikofaktor für vulgäre Warzen ist der Metzgerberuf.

Man nennt gewöhnliche Warzen auch „Fleischerwarzen“, da Metzger berufsbedingt häufig Hautverletzungen an den Händen aufweisen und sie mit diesen das frische Fleisch berühren.

So kann sich das Virus der Warzen schnell in der Wunde der Hand einnisten.

Vulgäre Warzen: Merkmale und Bilder

Wer eine Warze bekommt, möchte natürlich schnellstens wissen, um welche Art es sich handelt. Nur dann kann die richtige Behandlung erfolgen.

Gewöhnliche Warze an der Hand
Vulgäre Warze am Finger. Hier treten sie häufig auf. (Quelle: Olena - stock.adobe.com)

Stachelwarzen kommen oft an den Fußsohlen oder den Fingern vor. Sie können aber auch unter den Nagel wandern oder im Gesicht zum Vorschein kommen.

Stachelwarze = vulgäre Warze gewöhnliche Warze

Die Dornwarze ist eine Unterart der Stachelwarze!

Am Anfang bilden vulgäre Warzen einen harten, kleinen Hautknoten, der mit der Zeit immer mehr verhornt.

Die Oberfläche der Viruswarze erinnert an einen Blumenkohl und die Farbe der Haut verändert sich meist ins Bräunliche oder Gräuliche.

Die Stachelwarze wächst sehr langsam und ist anfangs nur einige Millimeter groß. Um sich ganz sicher zu sein, sollte die Diagnose am besten von einem Hautarzt erfolgen.

Dornwarze am Fuß
Dornwarzen am Fuß sind sehr häufig und treten meist am Fußballen oder der Ferse auf.

Wenn sich die Stachelwarze an der Fußsohle gebildet hat, wird die Verhornung durch das Gehen mit der Zeit immer weiter in die tieferen Hautschichten gedrückt.

Das kann unter Umständen starke Schmerzen verursachen. Diese Warzenunterart der Stachelwarze wird auch Dornwarze genannt.

Achtung!

Wer an Warzen kratzt, riskiert eine Verbreitung der Viren auf die umliegende Haut. Dadurch können sich sogenannte „Tochterwarzen“ um die „Mutterwarze“ bilden!

Eine weitere Unterart der gewöhnlichen Warzen ist die Pinselwarze. Sie kommt jedoch deutlich seltener vor als die vulgären Warzen oder die Dornwarzen.

Ein häufiges Merkmal der Stachelwarze sind kleine schwarze Punkte in der Mitte der verhornten Haut.

Dabei handelt es sich um kleine Einblutungen von oberflächlichen, feinen Blutgefäßen. So wird die Warze mit Blut versorgt.

Warze am Zeh und dem Fußballen
Die Dornwarzen zeigen die kleinen schwarzen Punkte in der Mitte auf. Das sind feine Blutgefäße, die die Warzen mit Blut versorgen. (Quelle: ArveBettum - istockphoto.com)

Stachelwarze behandeln: diese Möglichkeiten stehen zur Auswahl

Es gibt verschiedene Behandlungsmethoden, um vulgäre Warzen zu entfernen.

Wer geduldig ist, kann auch abwarten, denn Stachelwarzen verschwinden im Normalfall nach ein bis zwei Jahren von alleine wieder.

Wer in der Warze jedoch ein kosmetisches Problem sieht, kann sie zu Hause mit verschiedenen verschreibungsfreien Medikamenten behandeln.

Weiterhin können hartnäckige Warzen auch von einem Arzt mittels Laser abgetragen oder ausgeschabt werden.

Erfahre hier alles Weitere zu den verschiedenen Behandlungsmethoden.

Meine Top-Empfehlung zur Behandlung von Stachelwarzen

Ich empfehle Euch die Kryotherapie mit dem EndWarts Freeze.

EndWarts FREEZE

Die gewöhnliche Warze wird mittels Distickstoffmonoxid vereist.

Dazu wird die aktivierte Spitze für 15 Sekunden an eine Handwarze oder für 40 Sekunden an eine Fußwarze gedrückt.

Nach 10 – 14 Tagen sollte die Warze abfallen und die gesunde Haut kommt darunter zum Vorschein. Meist genügt eine einmalige Anwendung.

So kann man sich vor Stachelwarzen schützen

Am besten ist, sich gar nicht erst mit den Viren einer Warze zu infizieren.

Daher kann man einige Vorsichtsmaßnahmen treffen und Tipps befolgen, um vulgäre Warzen zu vermeiden:

Autorin: Apothekerin Melissa Sörgel
Autorin: Apothekerin Melissa Sörgel

Mein Name ist Melissa und ich bin seit 2016 approbierte Apothekerin.

Von 2011-2015 habe ich Pharmazie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen/Nürnberg studiert.

Danach habe ich mehrere Jahre in Apotheken gearbeitet und tausende Kunden beraten.

Meine Erfahrungen möchte ich gerne mit Euch teilen.

Hier geht's zum LinkedIn-Profil!


Quellenverzeichnis:

1. Steven King-fan Loo, Warts (non-genital), https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4054795/

2. Abeck D. (2010) Verrucae. In: Häufige Hautkrankheiten in der Allgemeinmedizin. Steinkopff, https://doi.org/10.1007/978-3-7985-1926-8_29