Blase am Fuß – was hilft?

Blase am Fuß – was hilft?
Blasen am Fuß sind ein schmerzhaftes Problem, oft verursacht durch zu enge Schuhe! (Quelle: VladimirFLoyd - istock.com)
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Wer kennt es nicht: eine längere Joggingrunde, eine Wanderung mit neuen Schuhen oder ein toller Tanzabend in Highheels und am Ende des Tages entdeckt man eine schmerzhafte Blase am Fuß.

Was kann man vorbeugend gegen Blasen unternehmen?

Hier erfahrt Ihr, wie man sie am besten behandelt.

Inhaltsverzeichnis

Ursachen für Blasen an den Füßen

Blasen (med.: Bullae) an den Füßen entstehen durch ungewohnte, punktuelle und dauerhafte Reibung an derselben Stelle des Fußes im Schuh und in den Socken.

Zwischen der obersten Hautschicht (Epidermis) und der darunter liegenden Schicht bildet sich ein Spalt, der sich langsam mit Gewebewasser füllt.

Wer die falschen Schuhe trägt oder an einer Fußfehlstellung wie z.B. Hallux valgus, Hammerzeh oder Spreizfuß leidet, hat ein erhöhtes Risiko eine Blase am Fuß zu bekommen.

Die Haut bildet eine Blase mit Flüssigkeit, um sich selbst zu schützen. Die betroffene, aufgeriebene Stelle ist verwundet und wird durch das körpereigene gebaute Polster vor weiterem Druck oder Bakterien geschützt.

Frau langt sich an drückenden Schuh
Wenn die Schuhe drücken, können Blasen entstehen. (Quelle: Tiko – stock.adobe.com)

Blasen am Finger kommen dann vor, wenn man eine ungewohnte Arbeit mit neuem Werkzeug durchführt. Die Haut muss sich erst an die neue Belastung gewöhnen und so kann sich schnell eine Blase bilden.

Einteilung und Symptome von Blasen am Fuß

Man kann Blasen auf zwei verschiedene Weisen einteilen. Wie tief sie in den Hautschichten sitzen und wie sie entstanden sind.

Wie groß und tief eine Blase ausgeprägt ist hängt davon ab, wie lange und wie stark die Reizung an der betroffenen Stelle war.

Je länger und stärker die mechanische Einwirkung, desto tiefer sitzt die Blase und desto länger dauert die Heilung. Auch der Schmerz wird stärker, je tiefer die Wasseransammlung in der Haut sitzt.

1. Einteilung der Blasen nach Tiefe

2. Einteilung der Blasen nach Entstehungsart

Blasen am Fuß behandeln

Die Behandlung unterscheidet sich danach, ob die Blase geschlossen oder bereits offen ist.

Geschlossene Blase am Fuß

Bei geschlossenen Blasen mit intakter Haut ist die Behandlung relativ einfach. Es kann direkt ein Blasenpflaster auf die betroffene Stelle am Fuß aufgeklebt werden.

Das Pflaster schützt besonders und polstert Druck und Reibung ab, sodass die Wunde zusätzlich geschützt wird.

Je nach Region gibt es spezielle Pflastergrößen und Formen um Blasen zu behandeln. Die Pflaster sind wasserdicht und gut haftend, dadurch ist die Behandlung von Blasen kinderleicht.

Beschreibung: Das Pflaster nimmt überschüssige Wundflüssigkeit auf und bildet einen Schutz der Haut durch das Polster.

Schmerzen werden sofort gelindert und das feuchte Milieu bietet ideale Bedingungen für die Wundheilung.

Größe: 4,2 cm x 6,8 cm

Beschreibung: Das Sport-Pflaster für die Ferse hat eine hoch entwickelte Hydrokolloid-Technologie für schnelle Wundheilung und Schmerzlinderung.

Das Sport Blasenpflaster bietet 20 % mehr Polsterung als das Blasenpflaster Medium und schützt dadurch auch bei stärkerer Belastung während Sporteinheiten.

Größe: 4,2 cm x 6,8 cm

Beschreibung: Das Pflaster ist speziell für Blasen am Fußballen und der Fußsohle entwickelt.

Durch das dickere Schutzpolster schützt es auch während einer sportlichen Aktivität vor Druck und Reibung und kann Blasen vorbeugen.

Größe: 4 cm x 6,6 cm

Beschreibung: Für jede Stelle, an der die Blase auftritt, enthält der Mixpack das richtige Pflaster und die passende Größe. Für Ferse, Zehen oder Fußseiten.

Größe: 4,2 cm x 6,8 cm I 2 cm x 6 cm I 1,7 cm x 5,1 cm

Beschreibung: Schmetterlingförmiges Blasenpflaster, das sich mit transparenten Rändern diskret an die Form der Ferse anpasst.

Hydrokolloid-Technologie lindert den Schmerz und fördert die Heilung der Blasen. Ideal für Blasen, die durch High Heels oder enge Schuhe entstehen.

Größe: 4,2 cm x 6,8 cm

Offene Blase am Fuß

Die Behandlung einer offenen Blase ist etwas aufwendiger. Da bereits Flüssigkeit ausgetreten ist, muss die offene Wunde zuerst desinfiziert werden (z.B. mit Octenisept Wunddesinfektionsspray), bis sie komplett mit Desinfektionsmittel benetzt ist.

Wenn das Mittel getrocknet ist, kann ein Blasenpflaster auf die Wunde geklebt werden. Es verbleibt so lange auf der offenen Blase, bis sich das Pflaster von selbst löst (das kann mehrere Tage dauern).

Wenn die Blase nicht innerhalb von einer Woche abgeheilt ist, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Apothekerin Melissa mit schwarzem Blaser und weißem Hintergrund.

Melissa, Apothekerin

Wer eine offene Blase hat, sollte außerdem in seinem Impfpass nachsehen, ob die Tetanusimpfung noch aktuell ist, oder ob sie aufgefrischt werden muss (alle 10 Jahre).

Aufgeplatzte Hautblasen brauchen normalerweise etwas länger, bis sie verheilen. Bei geschlossenen Blasen mit intakter Haut erfolgt die Heilung etwas schneller.

Entzündete, geschwollene Blase am Fuß

Wer an einer entzündeten Blase leidet, die geschwollen ist und bei der sich unter Umständen auch Eiter gebildet hat, sollte die Wunde nicht selbst behandeln, sondern einen Arzt aufsuchen.

In diesem Fall sollte man unter keinen Umständen die Blase selbst öffnen, denn das kann zu noch schlimmeren Entzündungen führen! Eine entzündete, geschwollene Blase am Fuß kann mit größeren Schmerzen verbunden sein.

Arzt Terminbuch mit einem Stetoskop
Wenn die Blase am Fuß entzündet und geschwollen ist, bitte einen Arzt kontaktieren. (Quelle: DarkoStojanovic - pixabay.com)

Wenn man Diabetiker ist, die Blase nicht von selbst abheilt oder durch andere Infektionen entstanden ist (Viren, Bakterien, Autoimmunerkrankung), sollte man ebenfalls einen Arzt um Rat fragen.

Diabetiker müssen sehr vorsichtig sein, da das Empfinden der Füße meist eingeschränkt ist und sich durch die Durchblutungsstörungen leichter Infektionen bilden können.

Soll man eine Blase aufstechen?

Wenn sich eine Blase gebildet hat, sollte zuerst versucht werden, sie geschlossen zu halten.

Eine Blase aufstechen, damit die Flüssigkeit austritt, birgt das Risiko, dass weitere Erreger in die Wunde gelangen und schwerere Erkrankungen auslösen.

Um sie nicht zum Platzen zu bringen, kann ein Hydrokolloid-Pflaster (Blasenpflaster) aufgeklebt werden. Dieses schützt die Blase gegen den Druck und die Reibung.

Das Pflaster wirkt wie ein polsterndes Kissen, dass zusätzlich ein feuchtes Milieu schafft. Die Feuchtigkeit ist ideal für eine gute und schnelle Wundheilung.

Mein Rat: Die Blase nicht selbst aufstechen, da sie sich entzünden kann!

Normalerweise absorbiert der Körper die Flüssigkeit in der Blase innerhalb von 24 Stunden. Wenn die Blase am nächsten Tag noch gefüllt sein sollte, prall gefüllt ist und spannt, kann sie mit einer sterilen Kanüle vorsichtig geöffnet werden, um die Flüssigkeit zu entfernen.

Danach darf man aber auf keinen Fall die Haut mit abziehen, sondern die Haut auf der Wunde lassen, da sie einen zusätzlichen Schutz bietet.

Anschließend sollte die Stelle desinfiziert (z.B. mit Octenisept Wunddesinfektionsspray) und ein Blasenpflaster zum Schutz aufgeklebt werden.

Diese Maßnahme ist jedoch unter sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung zu erfolgen, da wie oben erwähnt, die Gefahr weiterer Infektionen besteht!

Blasen vorbeugen – das könnt Ihr tun!

Wer eine Blasenentstehung vermeiden will, kann im Alltag auf ein paar einfache Punkte achten:

Hier erfahrt Ihr noch mehr zu verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten von Fußpilz oder Nagelpilz.

Autorin: Apothekerin Melissa Sörgel
Autorin: Apothekerin Melissa Sörgel

Mein Name ist Melissa und ich bin seit 2016 approbierte Apothekerin.

Ich habe von 2011-2015 Pharmazie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen/Nürnberg studiert.

Danach habe ich mehrere Jahre in Apotheken gearbeitet und tausende Kunden beraten.

Meine Erfahrungen möchte ich gerne mit Euch teilen.

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Quellenverzeichnis:

1. Dr. Frank Antwerpes, Bulla,https://flexikon.doccheck.com/de/Bulla

2. DAV, Umlauf (Bulla repens, Bulla rodens), https://www.apotheken.de/medikamente/lexikon/u0024-umlauf-bulla-repens-bulla-rodens

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