Trockene, rissige Hände: Creme, Hausmittel und Tipps!

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Was kann man gegen trockene Haut an den Händen tun? (Quelle: Lina Trochez - unsplash.com)
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Zuletzt aktualisiert: 01. Oktober 2021

Vor allem im Winter werden unsere Hände stark durch die Kälte draußen und trockene Wärme drinnen strapaziert.

Aber auch eine falsche Ernährung, Stress oder Grunderkrankungen wie Diabetes können die Haut austrocknen und rissige, blutige Hände verursachen.

Wer rissige Hände nicht pflegt, riskiert, dass sich Krankheitserreger in die kleinen Wunden einnisten können. So kann es unter anderem zu Hautpilz kommen!

Welche ist die beste Handcreme für rissige Hände?

Was sind die Ursachen für trockene und rissige Hände?

Helfen Hausmittel?

Das und weitere wichtige Informationen erhaltet Ihr hier bei otcberatung.de.

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Die bereitgestellten Informationen ersetzen nicht die professionelle Beratung und Behandlung durch einen Arzt und dürfen nicht zur eigenen Diagnose verwendet werden.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Inhaltsverzeichnis

Was tun gegen rissige Hände?

Welche Handcreme ist für sehr trockene, rissige Hände geeignet? Diese Frage stellen sich viele Betroffene.

Am besten cremt man die Hände direkt nach dem Händewaschen ein. Feuchte Haut kann die Wirkstoffe einer guten Creme besser aufnehmen.

Eine Creme mit Harnstoff (Urea) ist bei rissigen Händen weniger so gut geeignet, da die Risse entzündet sein könnten, eventuell bluten und Urea zu einem Brennen führt.

Die Eucerin Atopicontrol Handcreme enthält kein Urea:

Eucerin Atopi Control Handcreme

Der enthaltene Extrakt aus der Süßholzwurzel wirkt beruhigend. Ceramide wirken regenerierend und helfen, die natürliche Barriere wiederherzustellen.

Das Produkt hilft zudem dabei, trockene, gerötete und juckende Haut zu regenerieren. Es brennt nicht und bringt eine sofortige Linderung der Symptome.

Eucerin Atopicontrol ist auch für Neurodermitiker geeignet und kann am Tag, am Abend oder über Nacht verwendet werden.

Woher kommen rissige Hände? 10 Ursachen und Risikofaktoren

Die Ursachen für rissige Hände sind vielfältig. Im Folgenden möchte ich Euch erklären, woher rissige Hände kommen können und was es für Risikofaktoren gibt.

1. Zu heißes Händewaschen

Heißes Wasser wird von einer Plastikkanne in einen Topf umgefüllt.
Zu heißes Wasser kann zu Hauttrockenheit führen! (Quelle: Yosef Ariel - unsplash.com)

Händewaschen ist wichtig, um Krankheitserreger, die an der Haut haften, zu entfernen.

Vor allem im Winter wäscht man sich gerne mit heißem Wasser, um wieder warmzuwerden. Durch zu heißes Händewaschen wird die Haut der Hände jedoch trocken und spröde.

Wer seine Hände dazu mit parfümierter Seife wäscht, belastet die sensible Haut zusätzlich.

Der Säureschutzmantel wird angegriffen, wodurch die Haut noch anfälliger für Risse wird.

Damit die Haut geschont wird, sollte maximal lauwarmes, besser kaltes Wasser zum Waschen verwendet werden. Danach hilft die richtige Handcreme dabei, die Haut zu pflegen.

2. Ungünstige Umwelteinflüsse

Extreme Hitze im Sommer, klirrende Kälte im Winter, Sonneneinstrahlung, kalte Luft der Klimaanlage oder trockene Heizungsluft können zu trockenen Händen führen.

Vor allem die Haut auf unserem Handrücken ist besonders dünn und empfindlich.

Extrembedingungen schaden der Haut.

Sie trocknet aus und ist nicht mehr in der Lage, sich selbst zu schützen. So kann es unter Umständen sogar zu tiefen, blutigen Rissen in der Haut kommen.

Daher ist es in diesen Situationen besonders wichtig, die Hände regelmäßig mit den richtigen Produkten zu pflegen.

3. Falsche Hautpflege

Eine ungeeignete Hautpflege kann ebenfalls zu trockenen, rissigen Händen führen.

Wenn nicht pH-neutrale Produkte (Seifen, Cremes …) verwendet werden, führt das zu einer Schädigung des Säureschutzmantels der Haut und somit der Hautbarriere.

Vor allem im Winter sind Cremes mit einem hohen Wasseranteil genau die falsche Wahl.

Sie trocknen die empfindlichen Hände sogar noch zusätzlich aus, da die Haut nicht in der Lage ist, die Feuchtigkeit aufzunehmen.

4. Berufsbedingte Hautreizungen

Handdesinfektion, Desinfektionsmittel wird in rechte Hand getropft.
Ständiges Waschen und Desinfizieren wirkt austrocknend und strapazierend. (Quelle: Noah - unsplash.com)

Vor allem das Pflegepersonal hat durch häufiges Händewaschen und Desinfizieren eine strapazierte Handhaut. Krankenpfleger oder Altenpfleger müssen sich nach jedem Patienten die Hände waschen.

Nicht nur zu heißes Händewaschen ist schädlich. Auch zu häufiges Händewaschen greift unsere Haut an und macht sie trocken, rissig und spröde.

So kann es außerdem zu Abnutzungsekzemen bzw. allergischen Handekzeme kommen.

Damit es erst gar nicht erst zum Handekzem kommt, gibt es vom BGW für jede Berufsgruppe im Gesundheitsdienst einen Hautschutz- und Händehygieneplan.2

Dieser sieht vor, dass die Hände mit Hautschutzcremes vor hautbelastenden Tätigkeiten und nach dem Händewaschen während der Arbeit geschützt werden.

Die Cremes sollten ohne Duft- und möglichst auch ohne allergene Konservierungsstoffe hergestellt sein.

5. Chemikalien

Wer berufsbedingt häufig mit chemischen Mitteln arbeiten muss, hat ein erhöhtes Risiko, für trockene und rissige Hände.

Daneben sind Personen, die Feuchtarbeiten verrichten und ihre Hände regelmäßig in Wasser tauchen, besonders gefährdet, ein Handekzem auszubilden.

Um die Hände vor Chemikalien zu schützen, sollten immer geeignete Arbeitshandschuhe getragen werden. Diese verhindern den direkten Kontakt.

6. Ernährung

Wer sich zu einseitig ernährt, unter Vitaminmangel leidet oder unterernährt ist, kann unter anderem sehr trockene Haut ausbilden. Viele haben die Ausrede, dass es an ihrem Hauttyp liegt. Jedoch kann durch die Ernährung einiges gesteuert werden.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Trinken. Wenn man dem Körper dauerhaft zu wenig Flüssigkeit zuführt, ist das ein großer Risikofaktor für die Austrocknung der Haut.

Dadurch wird die Haut an den Händen dünn, spannt und kann leicht einreißen.

7. Stress

Dauerhafter Stress im Alltag und seelische Belastungen können ebenfalls dazu führen, dass die Hände austrocknen.

Neben trockener Haut kann Stress Schübe bei vererbten Krankheiten wie Schuppenflechte oder Neurodermitis auslösen.

Daher ist es wichtig, auf seinen Körper zu hören und zu versuchen, den Stress im Alltag abzubauen und sein Leben umzustellen.

Verzweiflung, Angst, Nervosität sind oft Ursachen von Nägelkauen.
Zu viel Stress kann trockene Haut verursachen. (Quelle geralt - pixabay.com)

8. Medikamente

Die regelmäßige Einnahme bestimmter Arzneimittel kann zu einer trockenen, schuppenden Haut mit Juckreiz führen.

Vor allem ältere Menschen, bei denen die Hauttrockenheit altersbedingt ist, leiden unter dem zusätzlichen Austrocknen der Haut durch die Medikamenteneinnahme.

Arzneimittel, die zu einer trockenen Haut an den Händen führen, sind u.a. Blutdruckmedikamente, Diabetesmedikamente oder Medikamente gegen Rheuma.

9. Grunderkrankungen

Grunderkrankungen wie Neurodermitis, Diabetes, Psoriasis, Allergien oder eine Schilddrüsenunterfunktion können ebenfalls zu trockenen, rissigen, blutigen Händen führen.

Die Trockenheit der Haut kann durch die spezielle Therapie der jeweiligen Erkrankungen eingedämmt werden. Wenn die Grunderkrankung richtig behandelt wird, sollte sich die Haut nach und nach normalisieren.

10. Alter

Viele Senioren haben trockene Haut mit Rissen.

Mit zunehmendem Alter verliert die Haut langsam ihre Fähigkeit, Feuchtigkeit zu produzieren. Dadurch wird sie dünn, spröde und fängt an zu spannen und einzureißen.

Dieser Prozess ist leider nicht aufzuhalten. Jedoch kann mit der geeigneten Pflege dagegen vorgegangen werden.

Symptome von trockenen, rissigen Händen

Trockene und rissige Hände
Zu viel Stress kann trockene Haut verursachen. (Quelle geralt - pixabay.com)

Trockene und rissige Hände zeigen sich dadurch, dass die Haut spannt, sich schuppt und beginnt zu jucken.

Dadurch, dass die Hautbarriere gestört ist, ist die Haut der Hände anfälliger und reagiert empfindlich auf starke Wärme oder Kälte.

Wenn der Riss bis in tiefere Hautschichten reicht, kann es sogar zu Blutungen und Entzündungen kommen.

Diese Wunden sind die ideale Eintrittspforte für Erreger wie Pilze, Bakterien oder Viren.

Unbehandelt können rissige Hände zu Handpilz führen.

Wenn es tatsächlich so weit gekommen ist, muss die Infektion unbedingt mit geeigneten pilzabtötenden Cremes oder Sprays behandelt werden.

Wenn Handpilz nicht therapiert wird, kann sich der Pilz auf die Nägel ausbreiten und zu Nagelpilz führen (siehe hier: otcberatung.de/nagelpilz). Diese Erkrankung ist weitaus komplizierter und langwieriger in der Behandlung.

Rissige Hände: Hausmittel

Es gibt auch einige Hausmittel, die bei rissigen Händen eingesetzt werden können. Hausmittel sind immer sehr beliebt, da sie meist aus natürlichen Stoffen bestehen und somit Symptome schonend bekämpfen.

Handmaske mit Quark und Banane

Für die Handmaske wird eine Banane mit einer Gabel zerdrückt, bis eine breiartige Masse entsteht.

Danach verrührt man das Bananenmus mit etwas fetthaltigem Quark. Die Mischung wird auf die Hände aufgetragen. Nach 15 Minuten kann die Maske abgenommen und die Hände abgespült werden.

Die enthaltenen Vitamine in der Banane helfen bei Hautirritationen. Außerdem wirkt die Banane feuchtigkeitsspendend, während der Quark Spannungsgefühle vermindert.

Intensivpflege mit Olivenöl, Kokosnussöl oder Jojobaöl

Die Intensivpflege der Hände mit Olivenöl, Kokosöl oder Jojobaöl ist schnell und leicht in der Anwendung: Einfach die Hände mit einem der qualitativ hochwertigen Öle einreiben und einziehen lassen.

Für eine maximale feuchtigkeitsspendende Pflege können Baumwollhandschuhe über Nacht angezogen werden. So kann das Öl optimal in die Haut an den Händen einziehen.

Pflege mit der Zaubernuss

Hamamelis virginiana, auch Zaubernuss genannt, wird gerne bei Hautentzündungen, Verletzungen oder Blutungen eingesetzt.

Die sekundären Pflanzenstoffe sind gut für die Gesundheit und wirken entzündungshemmend und juckreizstillend. Außerdem wirkt die Pflanze wundheilungsfördernd und kann somit helfen, Krankheitserreger abzuwehren.

Kamille als Tee

Kamillentee mit Kamillenblüten
Kamille hat entzündungshemmende und antibakterielle Eigenschaften. (Quelle: congerdesign - pixabay.com)

Wer einen Tee aus Kamille (Marticaria chamomilla) zubereitet, kann seine Hände einfach im abgekühlten Teewasser baden.

Nach dem Bad sollte noch eine feuchtigkeitsspendende Creme angewendet werden.

Kamille wirkt entzündungshemmend und wundheilungsfördernd. Außerdem wirkt die Pflanze beruhigend und antibakteriell!

Trockenen, rissigen Händen vorbeugen: 5 Tipps

Um sich vor trockenen, rissigen und sogar blutigen Händen zu schützen, sind diese 5 Tipps nützlich und im Alltag leicht umzusetzen:

1. Hände vor Chemikalien schützen: Beim Putzen oder Arbeiten mit chemischen Mitteln sollten immer geeignete (Putz-)Handschuhe getragen werden. Somit ist die Haut der Hände vor den chemischen Mitteln geschützt.

2. Hände nicht mit zu heißem Wasser waschen: Damit die Haut nicht durch zu heißes Wasser austrocknet, sollte man die Hände maximal mit lauwarmem, am besten mit kaltem Wasser waschen.

3. Hautfreundliche, milde, unparfümierte Seifen verwenden: Parfümierte Seifen greifen die Hautbarriere an, wodurch die Hände empfindlicher werden und ihren Schutz verlieren. Daher ist es wichtig, beim Kauf immer auf pH-neutrale Produkte zu achten.

4. Handpflege mit spezieller Creme: Wie weiter oben im Artikel bereits erwähnt, ist es wichtig, die richtige Handpflege zu wählen. Unparfümierte, pH-neutrale Cremes mit wenig Wasseranteil eignen sich bestens für eine perfekte Handpflege.

5. Viel Trinken: Zu wenig Flüssigkeitszufuhr trocknet unsere gesamte Haut aus. Daher ist es sehr wichtig, täglich mindestens 2L Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Unsere Hände danken uns auch.

Autorin: Melissa Sörgel
Autorin: Melissa Sörgel

Mein Name ist Melissa und ich bin seit 2016 approbierte Apothekerin.

Von 2011-2015 habe ich Pharmazie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen/Nürnberg studiert.

Danach habe ich mehrere Jahre in Apotheken gearbeitet und tausende Kunden beraten.

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Quellenverzeichnis:

1. Pharmazeutische Zeitung, Hände in Gefahr, https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-262018/haende-in-gefahr/

2. Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege, https://www.bgw-online.de/DE/Arbeitssicherheit-Gesundheitsschutz/Gesunde-Haut/Schutzmassnahmen/Artikel-Hautschutzplaene.html

3. Gode Meyer-Chlond (DAZ), Trockene Altershaut und Medikamente, https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2008/daz-13-2008/trockene-altershaut-und-medikamente

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