Fußpilz: Ursachen, Symptome und Behandlung

Zwei Füße einer Frau, sitzend auf dem Bett. Die Füße sind besonders gefährdet an einer Pilzinfektion (v.a. Fusspilz) zu erkranken.
Fußpilz ist eine unangenehme Erkrankung. (Quelle: Stavros – stock.adobe.com)

Zuletzt aktualisiert: 13. Juli 2020

Inhaltsverzeichnis

Fußpilz (med.: Tinea Pedis) ist eine ansteckende Pilzerkrankung der Haut, die in den meisten Fällen durch Fadenpilze (sogenannte Dermatophyten) ausgelöst wird. In Deutschland leiden ca. 10 Millionen Menschen an Fußpilz.1

Die Infektion mit dem Hautpilz setzt sich meistens in den Zehenzwischenräumen oder an den Fußsohlen fest und kann sehr unangenehm werden, häufig durch Juckreiz geprägt. Auf dieser Seite erfahrt ihr, wie ihr Fußpilz erkennen könnt und wie die Behandlung von Fußpilz aussieht.

Ursachen und Risikofaktoren für Fußpilz

Wie entsteht Fußpilz überhaupt? Fußpilz wir meistens von Fadenpilzen (Dermatophyten) der Art Trichophyton rubrum ausgelöst. Erreger, die aber weit weniger häufig vorkommen, können auch Schimmelpilze oder Hefepilze sein.

Dermatophyten fühlen sich im Feuchten und Warmen am wohlsten. Deshalb sind die Füße so anfällig für eine Infektion. Normalerweise kann der Säureschutzmantel der Haut die Erreger abwehren und es kommt nicht zu einer Infektion. Wenn aber kleine Verletzungen wie beispielsweise Risse in der Haut entstehen, kann der Pilz leicht in die obere Hautschicht eindringen.

Sehr häufig kommt Fußpilz zwischen den Zehen vor, da hier Haut auf Haut liegt und sich so leicht Feuchtigkeit bilden und halten kann. Durch das feuchte Milieu an den Füßen kommt es zu einer leichten Quellung bzw. Aufweichung der Haut und das bringt die idealen Wachstumsbedingungen für den Hautpilz. Dann kann er sich langsam ausbreiten und einnisten.

“Zu den Risikogruppen gehören besonders Raucher, Diabetiker, Menschen mit Durchblutungsstörungen und Bewegungsmangel. Eine schlechte Durchblutung der Füße fördert die Entwicklung von Fußpilz.

Apothekerin Melissa mit schwarzem Blaser und weißem Hintergrund.

Melissa, Apothekerin

Aber auch Sportler sind häufig aufgrund der engen Sportschuhe, in denen viel geschwitzt wird, betroffen. Das gleiche gilt für Menschen, die beruflich bedingt luftundurchlässige Schuhe tragen müssen (beispielsweise Stiefel oder Sicherheitsschuhe).

Fußfehlstellungen wie Senk-, Spreiz-, Plattfüße, Hammerzeh oder eine genetische Veranlagung spielen dem Fußpilz auch in die Karten. Männer sind häufiger betroffen als Frauen und bei älteren Menschen entstehen Infektionen leichter als bei jüngeren.

Fußpilz ist ansteckend. Die Ansteckung erfolgt wie bei Nagelpilz über eine Kontaktinfektion durch infizierte Hautschuppen. Besondere Gefahr besteht an öffentlichen Orten an denen barfuß gelaufen wird, wie zum Beispiel in Schwimmbädern, Hotelzimmern oder Umkleidekabinen. Hier ist die Vorbeugung einer Ansteckung wichtig.

Wie sieht Fußpilz aus? Hier erkläre ich Euch die typischen Symptome!

Frau kratzt sich an den Füßen. Juckreiz ist ein sehr typisches Symptom für Tinea Pedis.
Ein Juckreiz oder Brennen zwischen den Zehen oder an den Fußsohlen kann ein Symptom für Fußpilz sein. (Quelle: kei907 – stock.adobe.com)

Die Symptome von Fußpilz sind unterschiedlich. Ein erstes Anzeichen ist oft ein juckender Hautausschlag in den Zehenzwischenräumen oder an der Fußsohle. Die Infektion kann sich aber auch auf die Zehen und den Fußrücken ausbreiten.

Die Haut nässt, reißt ein und schält sich. Es kann außerdem zu Fußpilz Bläschen auf der Haut kommen. Die befallenen Stellen sind gerötet und wenn die Haut Kontakt mit Seife hat, kann es zu einem Brennen kommen2. Oftmals kann sich zusätzlich auch ein unangenehmer Geruch der Füße entwickeln.

Es gibt aber auch die trockene und verhornte Form der Pilze. Das Problem hierbei ist meist, dass man es erstmal erkennen muss. Die Pilzinfektion wird oft mit trockener Hornhaut verwechselt und lange nicht behandelt.

Einteilung der Symptome

Fußpilz erkennt man an verschiedenen Symptomen und Ausprägungen. Auf der linken Seite sieht man die Bläschen in den Zehenzwischenräumen, in der Mitte an der Verse und rechts ist ein Bild mit Bläschen an der Fußaußenseite.
Verschiedene Symptome von Fußpilz zwischen den Zehen, an der Verse und an der Fußaußenseite. (Quelle: hiro – stock.adobe.com)
  • Interdigital: Trockene, schuppende, gequollene Haut
  • Squamös-hyperkeratotisch: Vor allem Fußränder, Zehenspitzen und Fersen sind befallen
  • Dyshidrotisch: Juckende Bläschen vor allem im Fußgewölbe
  • Mokassin: Meistens trockene, schuppende, weiß oder leicht gerötete Haut an den Fußsohlen in Form eines Mokassins
  • Oligosymptomatisch: leichte Rötung der Zehenzwischenräume, Schuppung an Fersen und Fußkanten, häufig in Begleitung mit Nagelpilz1
Häufig kommt der Fusspilz zwischen den Zehen vor.
Fußpilz in den Zehenzwischenräumen. (Quelle: icefantasy - shutterstock.com)

Auf keinen Fall soll man die Bläschen an den Füßen aufstechen, da es so zu einem Eintrittstor für weitere Keime wie Bakterien oder Viren kommen kann! Entweder die Bläschen öffnen sich von selbst, oder trocknen ein.

Damit es erst gar nicht zu einer Bläschenbildung kommt, sollte man bei den ersten Symptomen von Fußpilz keine Zeit verschwenden und schnellstmöglich mit pilzabtötenden Medikamenten (Antimykotika) behandeln.

Fußpilz effektiv und schnell behandeln – Die besten Mittel im Überblick

Was hilft gegen Fußpilz? Kann die Erkrankung gefährlich werden? Diese Fragen tauchen bei Betroffenen natürlich oft auf. Leider verschwindet der Pilz nicht von selbst und muss behandelt werden, besonders bevor Folgeerkrankungen entstehen.

Unbehandelt kann sich die Pilzinfektion mit der Zeit von den Füßen auf die Nägel ausweiten. So kommt es zu Nagelpilz, der weitaus lästiger ist und meist einige Monate intensive Behandlung benötigt, um erfolgreich zu verschwinden. Darum sollte man, sobald Fußpilz erkannt wird, sofort handeln und ihn bekämpfen.

Eine weitere Folge nicht-behandelter Pilzinfektionen ist die Wundrose (Erysipel).1 Hierbei handelt es sich um eine bakterielle Infektion der Haut, die unbehandelt Fieber und Gewebszerstörungen hervorruft und im schlimmsten Fall zu einem Multiorganversagen führen kann.

Im Anfangsstadium macht es Sinn, die betroffenen Bereiche äußerlich mit Antimykotika zu behandeln. Ich stelle Euch im Folgenden die verschiedenen Darreichungsformen vor:

  • Lösung: bei nässenden Stellen
  • Creme: bei trockener Haut
  • Spray: bei nässenden Stellen
  • Gel: bei starkem Fußschweiß
  • Puder: nur unterstützend oder zur Nachbehandlung
  • Der Vorteil an Sprays ist die schnelle und einfache Anwendung. Auch bei eingeschränkter Bewegungsfähigkeit lässt sich das Spray gleichmäßig zwischen den Zehen auftragen und muss nicht einmassiert werden.

    Das Puder bleibt nicht so gut an der Haut haften, deshalb eignet es sich nicht zur akuten Behandlung der Erkrankung. Man kann aber Schuhe und Socken gut auspudern und somit neue Pilzinfektionen vermeiden. Das soll man aber nicht länger als ein paar Monate machen, weil die Pilze sonst Resistenzen bilden können.

    Ich möchte Euch die besten Mittel gegen Fußpilz (Antimykotika) vorstellen, damit Ihr ihn so schnell wie möglich wieder loswerdet!

    “Zur Behandlung von Fußpilz in den Zehenzwischenräumen empfehle ich Euch die Lamisil Once Lösung!

    Lamisil once gegen Fußpilz ist ein sehr wirksames Produkt.

    Die einfache, schnelle und komfortable Einmal-Anwendung ist sehr verbraucherfreundlich und trotzdem voll wirksam.

    Der Wirkstoff dringt bis zu 4 Tage lang in die tieferen Hautschichten der Füße ein. Durch diesen Depoteffekt reichert sich der Wirkstoff Terbinafin besonders an. Die Wirkung hält bis zu 13 Tage an und kämpft so gegen den Erreger.”

    Apothekerin Melissa mit schwarzem Blazer und weißem Hintergrund.

    Melissa, Apothekerin

    Lösungen bei nässenden Hautstellen

    1. Lamisil Once Lösung

    Lamisil once gegen Fußpilz ist ein sehr hilfreiches Produkt.

    Wirkstoff:  Terbinafin

    Beschreibung: Lösung, die den Fußpilzerreger effektiv abtötet. Nach der Anwendung bleibt ein dünner, farbloser Film auf der Haut, der den wirksamen Bestandteil der Lösung langsam an die Haut abgibt.

    Anwendung: Lösung wird einmalig auf beide saubere, trockene Füße und in den Zehenzwischenräumen aufgetragen. Das Arzneimittel benötigt 1-2 Minuten zum Einziehen, dann können Socken und Schuhe angezogen werden.

    Behandlungsdauer: Einmalige Behandlung

    Bifon Lösung gegen Fusspilz ist ein Antimykotikum.

    Wirkstoff:  Bifonazol

    Beschreibung: Lösung, die bei allen klassischen Erregerarten von Fußpilz hilft.

    Anwendung: Die Lösung 1x täglich, am besten abends auf die betroffenen Stellen auftragen und einreiben. Meistens genügen wenige Tropfen (ca. 3 Tropfen) für eine handtellergroße Fläche.

    Behandlungsdauer: 3 Wochen

    Cremes bei trockener Haut: Note „sehr gut“

    Alle genannten Fußpilz Cremes haben beim Ökotest die Note „sehr gut“ erhalten3 :

    1. Lamisil Creme

    Lamisil creme wirkt gegen verschiedene Pilze, unter anderem am Fuß.

    Wirkstoff:  Terbinafin

    Beschreibung: Die Creme wirkt gegen Fußpilz, Leistenpilz und Ringelflechte und pflegt gleichzeitig auch trockene, strapazierte Haut.

    Durch die alkoholfreie Textur ist sie besonders für gereizte Haut geeignet und stärkt die natürliche Schutzfunktion.

    Anwendung: 1x täglich auf die betroffenen Stellen auftragen.

    Behandlungsdauer:

    1 Woche bei Zehenzwischenräumen

    4 Wochen Fußsohle,- rücken

    Selergo 1% Creme wirkt gegen die meisten Fußpilzerreger.

    Wirkstoff:  Ciclopirox

    Beschreibung: Creme, die gegen die meisten Hautpilzerreger wirkt.

    Anwendung: Creme 2x/Tag auf die betroffenen Stellen auftragen und einreiben. Am besten hat sich die Anwendung nach dem Duschen bewährt. 

    Behandlungsdauer: 4 Wochen

    Eine Tube Canesten extra creme, kann bei verschiedenen Formen des Pilzes verwendet werden.Wirkstoff:  Bifonazol

    Beschreibung: Creme dringt tief in die befallenen Hautschichten ein und tötet dort den Pilz ab. Zusätzlich wirkt sie entzündungshemmend.

    Anwendung: 1x täglich, am besten abends, einen ca. 1cm langen Salbenstrang (für eine handtellergroße Fläche) auf die betroffene Stelle auftragen und einreiben.

    Behandlungsdauer: 3 Wochen

    Sprays zur Bekämpfung von nässendem Fußpilz

    Eine Flasche Canesten Extra Spray zur Behandlung von Tinea pedis.

    Wirkstoff:  Bifonazol

    Beschreibung: 1%ige Lösung  dringt tief in die Haut ein und töten dort den Pilzerreger. Schnelle, einfache Anwendung duch Aufsprühen auf die betroffenen Stellen.

    Anwendung: 1x täglich, am besten abends, 1-2 Sprühstoße (für eine handtellergroße Fläche) auf die betroffenen Stellen aufsprühen und einreiben.

    Behandlunsdauer: 3 Wochen

    lamisil spray

    Wirkstoff: Terbinafin

    Beschreibung: 1%ige Lösung mit einem Wirkstoff, der gegen die meisten Fußpilzerreger wirkt. Einfache Anwendung durch Aufsprühen.

    Anwendung: 1x täglich auf die saubere, trockene, betroffene Hautpartie aufsprühen.

    Behandlungsdauer: 1 Woche

    Eine Packung mykosert spray, dies wird zur Therapie einer Fupßilzinfektion eingesetzt.

    Wirkstoff: Sertaconazol

    Beschreibung: Lösung mit leichter Handhabung durch Aufsprühen. Wirksam bei Fußpilz, Ringelflechte und anderen Formen von Hautpilz wie der Kleienpilzflechte.

    Anwendung: 1-2x täglich mehrere Sprühstöße dünn auf die betroffenen und umgebenden Hautstellen auftragen. Der Sprühabstand sollte etwa 15 cm betragen.

    Behandlungsdauer: 4-6 Wochen

    Gels bei starkem Fußschweiß

    1. Bifon Gel

    Bifon Gel wird auf der Haut angewendet und ist ein pilzabtötendes Mittel.

    Wirkstoff: Bifonazol

    Beschreibung: Gel zur Behandlung von Fußpilz

    Anwendung: 1cm Gel (für eine handtellergroße Stelle) 1x täglich, am besten abends vor dem Schlafengehen, auf die betroffenen Hautstellen dünn auftragen und einreiben.

    Behandlungsdauer: 3 Wochen

    Exoderil Gel ist ein Gel gegen Haut- und Nagelpilz

    Wirkstoff: Naftifin

    Beschreibung: Gel bei Pilzinfektionen der Haut, verursacht durch die gängigen Erreger sowie Mischinfektionen mit Bakterien.

    Anwendung: 1x täglich, am besten abends, auf die erkrankten Hautstellen dünn aufgetragen und einreiben.

    Behandlungsdauer: 2 Wochen

    Puder zur Unterstützung oder Nachbehandlung

    1. Cloderm Puder

    cloderm puder ist ein Antimykotikum, dieses kann zur Nachbehandlung eingesetzt werden.

    Wirkstoff: Clotrimazol

    Beschreibung: Puder zur Unterstützung der lokalen Behandlung von Creme oder Lösung gegen Pilzerreger. Außerdem zur Nachbehandlung bei Pilzerkrankungen auf der Haut und in Hautfalten.

    Anwendung: Befallene Hautpartien werden 1-2x täglich eingepudert. Das Puder wird im Wechsel mit anderen antimykotischen Präparaten, wie Creme oder Lösung, angewendet.

    Behandlungsdauer: 4-5 Wochen

    Gehwol Fußpuder zur Anwendung bei einer Fußpilztherapie

    Wirkstoffe: Campher, Eucalyptusöl, Latschenkiefernöl, Rosmarinöl und Zinkoxid

    Beschreibung: Desinfizierendes Spezialpuder, das die Füße trocken hält und unterstützend zu einer Fußpilztherapie mit z.B. Lösung angewendet werden kann. Es kann auch Vorbeugend angewendet werden, da es durch Trockenhalten der Füße Fußmykosen verhindert.

    Anwendung: Das Puder wird auf die Füße verteilt und leicht verrieben, auch in die Zehenzwischenräume.

    Behandlungsdauer: Nach Bedarf mehrmals täglich

    Wie lange muss Fußpilz behandelt werden, bis er geheilt ist?

    Wie lange dauert es, bis der Fußpilz weg ist? Die Behandlung und der Heilungsverlauf von Fußpilz mit Creme oder Spray erstreckt sich im Normalfall über 4-6 Wochen. Hierbei ist es wichtig, dass die Behandlung konsequent durchgeführt wird.

    Eine Ausnahme bildet jedoch, wie oben bereits erwähnt, die Lamisil Once Lösung. Hier verspricht der Hersteller eine Bekämpfung und Heilung der Pilze in den Zehenzwischenräumen nach einmaligem Auftragen.

    Auch die anderen Antimykotika von Lamisil benötigen eine nur einwöchige Behandlung bei Fußpilz zwischen den Zehen und Fingern. Wenn sich der Pilz am Fuß weiter verbreitet hat werden auch hier 4 Wochen empfohlen.

    Besonders wenn die Infektion schon fortgeschritten ist, kann es nötig sein, sie auch innerlich zu behandeln. Dann wird der Arzt bestimmte pilzabtötende Tabletten (zum Beispiel Terbinafin, Fluconazol oder Itraconazol) verschreiben, die regelmäßig eingenommen werden müssen.

    Wie wirksam sind Fußpilz Hausmittel?

    Verschiedene Öle sollen gegen Fußpilz helfen.
    Diversen Ölen wird eine magische Wirkung bei Fußpilz nachgesagt. (Quelle: pxhere.com)

    Die Liste an Hausmitteln und natürlichen Stoffen, die gegen Fußpilz helfen sollen, ist lang: Eichenrinde, Teebaumöl, Essig, Backpulver, Meerettich, Knoblauch, Oregano- und Salbeiöl und viele mehr. Aber helfen diese Hausmittel tatsächlich?

    Es ist große Vorsicht geboten. Selten tritt die versprochene Wirkung ein und auch wenn die Anwendung nicht gesundheitsschädlich ist, wird die Heilung der Krankheit verzögert. Dieses Risiko sollte man lieber nicht eingehen.

    Ein Eichenrinde Fußbad soll entzündungshemmend wirken und Symptome der befallenen Stellen lindern. Nichtsdestotrotz wird der Pilz bei dieser Behandlung nicht bekämpft und kann sich trotzdem verbreiten.

    Teebaumöl wird oft erwähnt und ist ein sehr beliebtes Hausmittel bei Fuß- oder auch Nagelpilz. Wie schon bei Nagelpilz ist auch bei Fußpilz die Wirkung zu gering. Besonders konzentriertes Öl verursacht Hautreizungen und wird deshalb nicht für eine Fußpilzbehandlung empfohlen.

    Zu Essig existieren keine medizinische Studien, die eine Wirkung gegen Fußpilz belegen.

    Backpulver soll für trockene Füße sorgen. Das ist in der Regel auch gut bei dieser Erkrankung, dennoch hat Backpulver keinerlei pilztötende Eigenschaften und ist daher nicht geeignet.

    Die Behandlung mit Meerrettich Sud aus einem Meerrettichwurzelstock soll die Entzündung lindern, ähnlich wie Eichenrinde. Hier gilt jedoch das gleiche wie oben, der Meerrettich besitzt keine pilzabtötenden Eigenschaften.

    Knoblauch wirkt blutdrucksenkend und antibakteriell, ist aber leider trotzdem gegen Pilze machtlos.

    Die Öle Oregano- und Salbeiöl haben beide entzündungshemmende Eigenschaften. Man kann sie ergänzend zu einer medikamentösen Therapie einsetzen, sollte sie aber auf keinen Fall als alleinige Heilmittel gegen Pilze verwenden.

    Mundspülung hat keinerlei Wirkung gegen den Fußpilz Erreger.

    “Mein Fazit: Es gibt keinerlei wissenschaftliche Nachweise zu Wirkungen von Hausmitteln gegen Fußpilz. Deshalb sollte man lieber auf die
    Behandlung mit antimykotischen Medikamenten setzen, da dort die Wirksamkeit durch medizinische Studien belegt ist.”

    Apothekerin Melissa mit schwarzem Blazer und weißem Hintergrund.

    Melissa, Apothekerin

    Was macht der Arzt bei Fußpilz?

    Arzt hält ein Schild mit Diagnose Fusspilz.
    Diagnose Fußpilz! (Quelle: Coloures-Pic – stock.adobe.com)

    Allgemein kann eine Fußpilzerkrankung oft durch das äußerliche Erscheinungsbild identifiziert werden. Der Arzt nimmt im Normalfall trotzdem eine Gewebeprobe, um die genaue Erregerart festzustellen und so die geeignete Therapie zu bestimmen.

    Die Hautprobe wird meist mit einem Spatel oder Skalpell entnommen und mikroskopisch untersucht. In Ausnahmefällen kann der Arzt die Probe auch an ein Labor schicken. Dort wird eine Pilzkultur angelegt und daraus lässt sich eine exakte Diagnose stellen und die Pilzart bestimmen.

    10 Tipps zur Vorbeugung von Fußpilz!

    • Trocknen: Nach dem Duschen Zehen und Füße gut abtrocknen oder föhnen
    • Material: Geeignete Socken trage (z.B. aus Baumwolle, nimmt Feuchtigkeit auf)
    • Desinfektion: Schuhe und Strümpfe regelmäßig desinfizieren (zum Beispiel mit Myfungar Schuhspray)
    • Waschen: Strümpfe und Handtücher bei mindestens 60 Grad waschen (oder bei niedrigeren Temperaturen Hygienespüler verwenden)
    • Atmung: Luftdurchlässige, atmungsaktive Schuhe tragen
    • Wechsel: Häufig Schuhwerk wechseln, damit das getragene Paar trocknen kann
    • Offene Schuhe: Wenn möglich offene Schuhe wie Sandalen tragen, oder gleich barfuß gehen (außer an öffentlichen Orten)
    • Öffentliche Orte: An öffentlichen Orten geeignete Schuhe tragen (z.B. im Schwimmbad Badeschlappen)
    • Eincremen: Füße und Zehen eincremen um trockener, rissiger Haut vorzubeugen
    • Fußpflege: Diabetiker sollten wegen dem erhöhten Risiko regelmäßig zur Fußpflege gehen und Füße und Nägel untersuchen lassen
    Melissa

    Melissa

    Melissa ist eine approbierte Apothekerin. Ihre praktische Erfahrung nutzt sie um Euch hier weiterzuhelfen.


    Quellenverzeichnis:

    1. Dr. med. Peter Altmeyer, Tinea Pedis,  https://www.enzyklopaedie-dermatologie.de/dermatologie/tinea-pedis-ubersicht-3968

    2. Frank Antwerpes, Tinea pedis, https://flexikon.doccheck.com/de/Tinea_pedis

    3. Celine Müller, Was hilft gegen Fußpilz?, https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2018/05/28/was-hilft-gegen-fusspilz

    4. Andrew WeinsteinBrian Berman, Topical Treatment of Common Superficial Tinea Infections aufgerufen: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12046779/ 5. Blaithin MoriartyRoderick HayRachael Morris-Jones, The Diagnosis and Management of Tinea aufgerufen: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22782730/